BRISE – für einen guten Start ins Leben!



Was ist BRISE

BRISE ist die Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung. Mit dieser Initiative stellt die Stadt Bremen die Entwicklung von Kindern in ihren ersten Lebensjahren in den Mittelpunkt. Bremen setzt sich dafür ein, dass Kinder und ihre Familien in diesem Lebensabschnitt noch wirkungsvoller unterstützt werden.

Deshalb wird BRISE auch wissenschaftlich begleitet. Die Langzeitstudie zu BRISE wird wichtige Informationen über Wirkungen und zu Strukturen frühkindlicher Förderung liefern. Die Stadt Bremen gewinnt dadurch neue Erkenntnisse für ihre zukünftige Gestaltung frühkindlicher Unterstützung, aber auch andere Kommunen werden aus den Erfahrungen aus BRISE lernen können. Ab Sommer 2017 können Familien, die ein Kind erwarten, in die wissenschaftliche Begleitung aufgenommen werden.

Die Begleitung erstreckt sich über mehrere Jahre: angefangen im letzten Schwangerschaftsdrittel und bis in das erste Grundschuljahr hinein.
Teilnehmen können Familien aus den folgenden Bremer Ortsteilen:

Karte der Stadtteile aus denen die Familien kommen.

Im Bremer Norden:

  • Aumund-Hammersbeck
  • Blumenthal
  • Burgdamm
  • Fähr-Lobbendorf
  • Grohn
  • Lesum
  • Lüssum-Bockhorn
  • Vegesack

Im Bremer Süden:

  • Alte Neustadt
  • Buntentor
  • Gartenstadt Süd
  • Hohentor Süd
  • Huckelriede
  • Kattenesch
  • Kattenturm
  • Kirchhuchting
  • Mittelshuchting
  • Sodenmatt
  • Südervorstadt
  • Woltmershausen

Im Bremer Osten:

  • Blockdiek
  • Ellenerbrok-Schevemoor
  • Hemelingen
  • Neue Vahr Nord
  • Neue Vahr Südost
  • Neue Vahr Südwest
  • Sebaldsbrück

Ein Teil der an BRISE teilnehmenden Familien wird darin unterstützt, über die Jahre die zu BRISE gehörenden Angebote wahrzunehmen. Die meisten Familien entscheiden wie gewohnt selbst, welche Angebote sie für sich und ihr Kind wahrnehmen. Von der Zeit kurz vor der Geburt des Kindes bis zu dessen erstem Grundschuljahr werden von den Familien im Rahmen der wissenschaftlichen Langzeitstudie wiederholt Auskünfte eingeholt und die Entwicklung des Kindes betrachtet.

Dazu sollen sich an die aktuelle Förderung der Langzeitstudie für vier Jahre weitere vier Jahre anschließen. Zumeist findet die wissenschaftliche Begleitung im häuslichen Umfeld statt. Sie wird von einer qualifizierten Ansprechperson durchgeführt, welche der Familie jeweils langfristig zur Seite gestellt ist, und für ihren Aufwand werden die Familien entschädigt. Durch BRISE erhalten die Mütter und Väter regelmäßig zusätzliche Informationen über die Entwicklung ihres Kindes.


Briesel Orange

Drei Ressorts des Bremer Senats stehen hinter BRISE:
– Ressort Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport
– Ressort Kinder und Bildung
– Ressort Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Wer ist BRISE

BRISE sind in erster Linie die etwa 1000 BRISE-Familien, die an der Initiative teilnehmen. Mütter und Väter aus den teilnehmenden Ortsteilen, deren Lebenssituation durch bestimmte Herausforderungen geprägt ist, und die von einer Begleitung im Rahmen von BRISE profitieren möchten, können BRISE-Familien werden. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie ein Kind erwarten und Interesse haben, an BRISE teilzunehmen oder weitere Informationen wünschen.

Hinter BRISE stehen der Senat der Freien Hansestadt Bremen, das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Jacobs Foundation und eine Vielzahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. BRISE-Beschäftige informieren aktuell in Bremen über die Initiative – Sie könnten sie in den nächsten Monaten zum Beispiel in Ihrer frauenärztlichen Praxis oder in den Geburtskliniken antreffen.


 

Was gehört zu BRISE

Sieben Angebote zur Stärkung der frühkindlichen Entwicklung gehören zu BRISE und werden von einem Teil der an BRISE teilnehmenden Familien durchlaufen. Manche dieser Angebote richten sich direkt an die Familien, andere werden in Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Sie gehören weitgehend zu den in Bremen bereits vorhandenen Angeboten und sind offen für alle Bremer Familien.

Pro Kind ist ein Programm, das sich an schwangere Frauen in besonderen Lebenssituationen richtet, die ihr erstes Kind erwarten: Speziell ausgebildete Fachkräfte (Pro Kind Familienhebammen) besuchen die Frauen und ihre Familien regelmäßig zu Hause, von der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag des Kindes. Das Programm hat einen ganzheitlichen Ansatz und greift alle Themenbereiche des Lebens auf. Im Fokus steht die Förderung der Eltern-Kind-Interaktion und kindliche Entwicklung/Gesundheit. Durch die Stärkung von Ressourcen und Selbstwirksamkeitserfahrungen wird sukzessive das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten aufgebaut.


TippTapp bietet Beratung im Bereich der Säuglingspflege und frühkindlichen Erziehung. Eltern erhalten dreimalig (nach der Geburt, nach 6 Monaten, nach einem Jahr) individuelle Beratung durch eine Kinderkrankenschwester. Dazu besucht die Kinderkrankenschwester nach vorheriger Ankündigung die Familien zu Hause.


Opstapje ist ebenfalls ein Programm, in welchem geschulte Fachkräfte die Familien regelmäßig zu Hause besuchen; zusätzlich finden Gruppentreffen statt. Die Beziehung von Eltern und Kind werden durch gemeinsame Aktivitäten gestärkt, Eltern werden darin unterstützt, auf die Bedürfnisse ihrer Kinder angemessen einzugehen. Zugleich fördern die Aktivitäten die Entwicklung des Kindes.


HIPPY unterstützt die Eltern bei der spielerischen Vorbereitung ihrer Kinder auf die Schule. Zugleich stärken die Aktivitäten die Beziehung von Eltern und Kind. Es finden im Wechsel Hausbesuche und Gruppentreffen statt.


Pyramide ist ein ganzheitliches Förderprogramm, das heißt, es fördert die Kinder in den unterschiedlichsten Entwicklungsbereichen. Das Förderprogramm stellt umfangreiches Material zur Verfügung und richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen.


Lobo ist ein kombiniertes Eltern-Erzieher-Programm. Es vermittelt spielerisch Freude im Umgang mit Sprache. Die Förderung beginnt in Kindertageseinrichtungen und setzt sich fort bis in das erste Jahr der Grundschule.


Schließlich ist ein Programm zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen vorgesehen, das durch die pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird. Die Kinder lernen im Spiel, Gefühle bei sich und bei anderen zu entdecken und Konflikte im Alltag besser zu bewältigen. Sie bearbeiten typische Konflikte aus dem Kindergartenalltag, erproben positives Verhalten in Rollenspielen und erweitern so ihre Kompetenzen in sozialen Situationen.