Hintergrund und Ansatz von BRISE

Die Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE) ist eine Langzeitstudie, die Effekte frühkindlicher Förderung systematisch untersucht. Frühkindliche Förderung von Kindern aus sozial und kulturell benachteiligten Familien dient der Prävention von Disparitäten im kognitiven und sozialen Leistungsstand. Die Erfahrungen in Bremen unterstützen eine Politik der frühen Kindheit darin, allen Kindern gleiche Chancen zu eröffnen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern, zu beteiligen und zu schützen.

Mit BRISE wird erstmals eine Langzeitstudie zu einem regional großflächig angelegten Förderprogramm durchgeführt. Alltagsintegrierte, zumeist bereits in Bremen vorhandene Angebote zur frühkindlichen und vorschulischen Förderung in den Familien und in den Kindertageseinrichtungen werden systematisch zu einer Maßnahmenkette verknüpft. Geplant ist eine Maßnahmenkette, die bereits während der Schwangerschaft einsetzt und bis zum Schuleintritt des Kindes reicht.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für zunächst vier Jahre geförderte wissenschaftliche Begleitforschung von BRISE geht der Frage nach, welche kumulativen Effekte ein koordiniertes Förderprogramm auf die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder hat; die Programmplanung sieht eine zweite vierjährige Förderphase vor. Als Vergleichsgruppe werden Kinder betrachtet, deren Familien nach eigenem Ermessen die Förderangebote in der Stadtgemeinde Bremen nutzen. Über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren werden insgesamt etwa 1000 sozial und kulturell benachteiligte Bremer Familien als BRISE-Familien in unsere Stichprobe aufgenommen. Durch die Anbindung sowohl an das sozio-oekonomische Panel (SOEP) als auch an das Nationale Bildungspanel (NEPS) kann BRISE auf weitere hochwertige Vergleichsdaten zurückgreifen.

BRISE wird getragen von einem Konsortium herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Wissenschaftliches Konsortium

Prof. Dr. Olaf Köller
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und
Mathematik (IPN) (Sprecher)

Prof. Dr. Franz Petermann
Universität Bremen (Sprecher)

Prof. Dr. Yvonne Anders
Freie Universität Berlin

Dr. Manja Attig
Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi)

Prof. Dr. Marcus Hasselhorn
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung
(DIPF), Frankfurt am Main

Prof. Dr. Aiso Heinze
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und
Mathematik (IPN)

Prof. Dr. Ulman Lindenberger
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

Prof. Dr. Sabina Pauen
Universität Heidelberg

Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Prof. Dr. Jürgen Schupp
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., DIW Berlin

Prof. Dr. C. Katharina Spieß
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., DIW Berlin

Prof. Dr. Mirjam Steffensky
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)

Prof. Dr. Sabine Weinert
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Kontakt

Wenn Sie allgemeine Fragen zum wissenschaftlichen Begleitprogramm von BRISE haben, wenden Sie sich gern an Dr. Kerstin Schütte, Koordinationsstelle am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel (IPN):

schuette(at)ipn.uni-kiel.de